Sozialdemokraten erhalten AZV-Auftrag
Fehling (FDP) hat Bedenken
Bad Hersfeld. Auf der Sitzung des Abfallwirtschaftszweckverbandes am 30.3. will die Verbandsversammlung eine Vergütungsvereinbarung mit der Kanzlei Scheurmann, Schraad & Partner in Bad Hersfeld beschließen. Darüber zeigt sich der FDP-Kreisvorsitzende, Thomas Fehling, welcher auch zugleich Mitglied der Verbandsversammlung ist, sehr empört. Hintergrund ist, dass der Mitinhaber der Kanzlei, Thilo Scheurmann, Mitglied des Kreistages ist und ein Rechtsanwalt der Kanzlei, Carsten Lenz, zugleich im Vorstand des AZV sitzt. Dazu Thomas Fehling: „Ich habe keine Zweifel an der fachlichen Kompetenz der Kanzlei, aber die politische und geschäftliche Nähe zwischen der Kanzlei und dem AZV ist schon sehr merkwürdig. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass hier Parteifreunden ein fetter Auftrag zugeschanzt werden soll, zumal der Stundensatz der Rahmenvereinbarung bei 190 Euro netto liegen soll. Von solchen Stundensätzen können andere nicht mal träumen.“ Nach Fehlings Einschätzung sollte die Verbandsversammlung nach der Herhof-Pleite während der Amtszeit von Landrat Hühn und den damit verbundenen Irritationen solche Verträge, die geschäftliche Tätigkeiten mit den Aufgaben der ehrenamtlichen Politik so eng miteinander verzahnen, vermeiden.